Kommunistenjagd
Trumbo ist ein Film über den berühmten Drehbuchautor Dalton Trumbo. Dieser
kommt Ende der 40er Jahre auf die sogenannte Blacklist. Die Blacklist
ist mit einem Berufsverbot gleichzusetzen. Er wird auffällig, weil
er offenkundiger Kommunist war und zur Zeit des Kalten Krieges hielten die Amerikaner jeden Kommunisten für einen sowjetischen Spion.
Bryan Cranston spielt die Hauptrolle Dalton Trumbo und mimt ihn in einer Art Perfektion, wie man es von ihm schon gewohnt ist. Er hatte auf jeden Fall seine Oscarnominierung als bester Hauptdarsteller verdient. Die scheinbar einzigartige Zigarre von ihm ist oft zu sehen und Teil seiner Mimik und Gestik. Die Verzweiflung und Wut des Dalton Trumbo, der in seiner Badewanne sitzt, raucht und ein Drehbuch schreibt, ist sehr gut umgesetzt worden. Neben ihm im Cast spielt eine starke Helen Mirren, die in jeder Szene, in der sie vorkommt, an Boshaftigkeit nicht zu übertreffen ist. Sie spielt eine einflussreiche Journalistin, die gegen den Kommunismus agiert. Schon wegen ihrer Mimik muss man sie hassen, allerdings auf positive Weise. Ebenfalls zu erwähnen ist Elle Fanning, die eine sehr gute Performance, als Tochter von Dalton Trumbo, abliefert. Sie zeigt viel Potential, auch wenn sie in manchen Szenen sehr naiv wirkte, obwohl es nicht zu ihrer Rolle passte. John Goodman war in jedem Moment in dem Film großartig, leider wurde er eher dosiert verwendet. Auch dieser Film hat eine deutsche Beteiligung, in der Person von Christian Berkel, den man beispielsweise aus Das Experiment kennt. Er ist allerdings ein schauspielerischer Schwachpunkt im Film, denn er wirkt in vielen Momenten einfach zu überdreht. Ein großer Kritikpunkt ist die deutsche Synchronisation. Während die deutsche Stimme von Bryan Cranston sehr gut und passend ist, klingen die anderen Charakter zu emotionslos, obwohl man den Schauspielern die Leidenschaft ansehen kann.

Paradoxerweise macht der Film einen Fehler, den er sogar selbst im
Film kritisiert. „Wenn ein Film voller genialer Momente ist, ist er
monoton“ und das trifft genau auf Trumbo zu. Die Dialoge sind
exzellent geschrieben und davon lebt auch der Film und davon, dass
die Schauspieler diese Gespräche perfekt umsetzen. Aber dadurch, dass
der Film nur aus Dialogen besteht, ohne einen einzigen ruhigen
Moment, ist dieser Film langatmig und monoton geworden.
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